Montag, 9. Mai 2005

Globalisierung mal anders!

Tja, das hätten einige unserer deutschen Spitzenkräfte nicht gedacht, dass die Globalisierung auch mal anders herum funktionieren würde und zwar gegen sie selbst!

Die opponierenden Hedgefonds haben ihr Ziel erreicht. Der Vorstandschef der Deutschen Börse, Werner G. Seifert, ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Aufsichtsratschef Rolf-E. Breuer wird zum Jahresende sein Amt aufgeben.

Besser als Andreas Nölting vom Manager Magazin hätte ich dies auch nicht kommentieren können:

Der heutige Tag markiert das Ende der Deutschland AG. Ruck zuck haben geheimnisvolle angelsächsische Hedgefonds-Manager die Spitze eines Dax-Konzerns aus dem Amt katapultiert. Viele andere Konzernlenker müssen nun fürchten, dass ihnen Ähnliches widerfährt.

Na hoffentlich, schließlich muss der von Managern gesprägte Satz: "Der Arbeitnehmer in Deutschland steht in direkter Konkurrenz zu Arbeitern in XY" auch für Führungskräfte anwendbar sein, nicht wahr?!

Der 9. Mai 2005 markiert somit das endgültige Ende der Deutschland AG, jenem saturierten Netzwerk aus egozentrischen Vorstandschefs und ihren häufig unfähigen, wegschauenden Kontrolleuren.

Egozentrische, unfähige, wegschauende Führungskräfte?! Sowas gibt es doch gar nicht, erst recht nicht in Deutschland, hier gibt es nur faule, unflexible, die Unternehmen ausbeutende Arbeitnehmer...

Die Bahn ist Spitze!

Die Bahn kommt, nein, sie stürmt sogar und wohin?!
Na an die Spitze (der Beschwerde-Statistik)!

Die deutsche Bahn steht an Platz eins der Beschwerdestatistik der bundesweit einzigen Schlichtungsstelle für Nahverkehr.

Für die allermeisten ÖPNV-Nutzer keine Überraschung, sondern Verpflichtung...

Insgesamt 85 Prozent aller im vorigen Jahr eingegangenen gut 2500 Kundenbeschwerden richteten sich gegen den Staatsbetrieb, berichtete die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen heute. Dabei habe die Deutsche Bahn lediglich 38,7 Prozent aller Personenkilometer in Nordrhein-Westfalen erbracht.

Respekt!

Hatten wir das nicht schon mal?!

Der "FC" ist aufgestiegen (mal wieder) und fängt dann an, alle 2.-Liga-Spiele zu verlieren - mhmm, auch das kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?!Bleibt noch die Frage nach einer anderen Serie. Vor zwei Jahren folgten nach dem Aufstieg am 30. Spieltag noch vier Niederlagen. Auch nach dem Aufstieg 2000 kassierte der FC in Spiel eins danach eine 1:2-Heimniederlage gegen den damaligen Letzten Karlsruher SC.Aber im Grunde ist das ja kein Problem der zweiten Liga alleine, auch Bundesliga-Meister lassen sich bezeiten schon mal hängen, wenn sie sich an ihrer eigenen Herrlichkeit berauschen - ich sag nur 2:6...

Richtige Meister machen das anders!
;-)

Gerd Müller # 95

Gerd Müller Tor des Tages:

Gerd Müller

Saison 1969/70, 1.Spieltag, 16.08.1969

FC Bayern – Rot-Weiss Essen 3:0, 56.Minute (FE)

Endstand: 4:0

Inkosequent!

Da fordert der liberale ParteiGuido Westerwelle zur Abschaffung der Gewerkschaften auf (oder so ähnlich) und prompt hagelt es Kritik von allen Seiten!

Was mir in diesem Zusammenhang auch bei der FDP, ähnlich wie bei der CDU auffällt, dass mir in erster Linie die sympathisch sind, die zwar in der Partei nix mehr zu sagen haben, dafür aber trotzdem viel Richtiges zu sagen haben!

Bei den Konservativen sind dies zuletzt Geißler und Blüm gewesen, bei den Liberalen ist das jemand wie Burkhard Hirsch:Der FDP-Politiker Burkhard Hirsch rief Westerwelle zu einer Kursänderung im Umgang mit den Gewerkschaften auf. "Ich denke, dass wir das Gespräch insbesondere mit den Gewerkschaften wieder aufnehmen und suchen müssen", sagte Hirsch am Freitag in der ARD. Eine gute Wirtschaftspolitik sei kein Ersatz für eine Sozialpolitik. Ohne die Gewerkschaften sei sozialer Frieden "bei den Veränderungen, die wir vor uns haben", nicht machbar.Schlimm wird es dann nun wieder, wenn eben die, die gewählt werden wollen, oder aktuelle politische Ämter bekleiden, etwas sagen und somit wieder die typische FDP-Linie fahren: "Wir hängen unser Fähnchen in den Wind", oder vielmehr die ur-eigene Klientel-Politik vollziehen:FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt sagte in Köln, die Kritik gelte nicht "den Gewerkschaften", sondern ihren Funktionären. Allerdings seien die Gewerkschaften genau so wenig unantastbar wie die Arbeitgeberverbände.Dabei wäre es doch so einfach und würde es uns die FDP einen Schritt näher bringen, sie wählen zu können:

Abschaffung der bisherigen Gewerkschaftsstruktur und gleichzeitiges Auflösen der Arbeitgeberverbände!

DAS wäre mal ein Schritt nach vorne in diesem Land!
;-)

Gerd Müller # 94

Gerd Müller Tor des Tages:

Gerd Müller

Saison 1969/70, 1.Spieltag, 16.08.1969

FC Bayern – Rot-Weiss Essen 2:0, 18.Minute

Endstand: 4:0

Wortakrobat # 168

Wortakrobat des Tages:

Matthias Sammer

"Ottmar Hitzfeld ist noch nie auf die Tribüne verbannt worden, ich auch nicht. Aber bei mir wird es sicher nicht mehr lange dauern."

Matthias Sammer

Manche Dinge ändern sich offensichtlich nie!

Auch die "Reflexe" der Konservativen nicht. Aus purer Angst, es vielleicht doch wieder nicht zu schaffen an Rhein und Ruhr zu regieren, kommen solche Reaktionen zustande:Das erste Fernsehduell zwischen NRW-Ministerpräsident Steinbrück und seinem Herausforderer Rüttgers könnte ein juristisches Nachspiel haben. Die CDU sieht eine Blitzumfrage nach der Sendung, die Rüttgers im Hintertreffen sah, parteipolitisch motiviert. Die Meinungsforscher prüfen jetzt eine Klage gegen die Partei.Dabei war doch allen Zeugen völlig klar, dass tatsächlich und ohne Widerrede Steinbrück besser war als Rüttgers, was eigentlich ja auch niemanden überraschen konnte, denn das war schon vorher klar, wozu also diese Nervösität, CDU?!CDU-Generalsekretär Hans-Joachim Reck bezeichnete die Blitzumfrage am Freitag als "abgekartetes Spiel". Er sagte: "Jeder weiß: Wo Forsa draufsteht, ist SPD drin." Das Institut habe eine Beratervertrag mit der nordrhein-westfälischen SPD.Eben, genauso wie es erz-konservative Wahlforschungsinstitute gibt, aber was hat das mit der Blitzumfrage zu tun!?Forsa prüft nun juristische Schritte gegen die CDU, etwa wegen möglicher Geschäftsschädigung. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Die CDU schreit, weil ihr die Zahlen nicht passen." Einen Beratervertrag mit der SPD gebe es nicht und gab es nie.

Und selbst wenn ein solcher existierte, sagte Güllner weiter, "gebe ich meinen Kopf doch nicht an der Garderobe der SPD-Zentrale ab". Er lasse "in alle Richtungen prüfen", ob die CDU für ihre Aussagen juristisch zu belangen sei.
Wie sollte man auch sonst darauf reagieren?! Vielleicht könnte man noch erwähnen, dass die meisten Zuschauer sich ohnehin nicht von diesen TV-"Duellen" beeinflussen lassen wollen, so what!?