Freitag, 12. August 2005

Wer im Köln / Bonner - Raum

lebt und nicht gerade erzkatholisch ist, wird diesen Bericht lieben!

Kein Wunder, denn die ortsansässigen Medien haben ja auch schon jetzt, vor dem WJT keine andere Themen mehr, eine leichte Überreizung des Themas läßt sich nicht verleugnen...

Wenn ich daran denke, dass unser Papst sogar bei uns vor der Tür vorbeifahren wird...

An dem Tag parkt man bestimmt bei uns in der Strasse in Dreierreihen!

Der Tim ist einfach ein dufter Typ, oder?

Nein, das muss man ihm lassen, der Lobinger Tim ist einfach nur ein sympathischer Kerl und auch so selbstkritisch:

Vorwürfe, dass er die Medaille leichtfertig verschenkt habe, ließ Lobinger denn auch nicht zu. "Ich kann mir nichts vorwerfen", meinte der achtmalige deutsche Meister.

Natürlich nicht!

"Denn ich bin am Wettergott gescheitert. Im ersten Sprung war ich sehr gut. Dann bin ich dreimal gegen drei Meter Gegenwind pro Sekunden angesprungen. Zaubern kann ich auch nicht."

Und wieder einmal sind alle anderen schuld...

Lobinger, der den Wettkampf mit übersprungenen 5,50 m als Fünfter beendete und damit die erste Freiluft-Medaille für die deutschen Stabhochspringer bei einer WM abermals verpasst hatte, ärgerte sich vor allem über den Zustand der Sprunganlage.

"Da baue ich zu Hause in der Garage bessere Anlagen als die hier stehen haben", schimpfte der Kölner: "Nach jedem zweiten Sprung musste irgendwas repariert werden."


Und das, wo er doch mit so hohen Erwartungen angereist ist, um endlich auch mal bei einem großen Turnier zu glänzen...

Wirtschaft, die

so groß und breit abgekündigte Kernkompetenz der Union scheint sich zu verflüchtigen:

Angela Merkel sucht händeringend einen überzeugenden Wirtschaftsexperten für ihr Schattenkabinett. Zwei Kandidaten haben bereits abgesagt: Ex-Siemens-Chef von Pierer und Hessens Ministerpräsident Koch. Viele Alternativen hat die Kandidatin nicht mehr.

Warum nur will niemand von Rang und Namen in Merkels "Schattenkabinett"?
Weil sie wissen, was sie erwartet?

Wen immer auch Angela Merkel als Wirtschaftsfachmann an Bord holt - sie kann ihm nichts versprechen. "Warum sollte jemand in einem Kompetenzteam mitmachen, wenn er gar nicht weiß, ob er dann auch Minister wird?", fragt Politikwissenschaftler Langguth

Deshalb heißt es ja "Schattenkabinett", weil eben viele der Kandidaten das Licht der öffentlichen Verantwortung nie sehen werden...

Arbeit soll Vorfahrt haben, so will es die Union [...] Das Hin und Her um die Wirtschaftskompetenz im Merkel-Team sendet dagegen fatale Signale. Die Patzer der Kanzlerin in spe, die in Interviews mehrmals Brutto- und Nettolöhne durcheinander warf, scheinen plötzlich symptomatisch zu sein für das ökonomische Potential der ganzen Partei.

Dabei sind die neuen Möbel fürs Kanzleramt doch schon bestellt...

Nachtrag: Das Problem ist gelöst, Merkel hat einen Wirtschaftsexperten gefunden - sich selbst!

Wie vielleicht einige schon gemerkt

haben dürften - in diesem Land herrscht Wahlkampf!

Und dieser Wahlkampf erstreckt sich auch immer mehr über die Weiten des Internets...

Anti-Schröder-Blogs gibt es da genauso wie Anti-Merkel-Blogs - genau diese Kategorie hat Zuwachs bekommen!

Soweit ganz nett, auch wenn es noch kleine Schwächen beim Prozentrechnen gibt, aber richtig gut finde ich das differenzierte, haarkleine Auseinandersetzen mit Zitaten, sog. Fakten und Versprechungen, besonders so etwas wie das hier:

"Der Bund hätte vor der Wiedervereinigung einen fast ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen gehabt."

Gerd Müller # 223

Gerd Müller Tor des Tages:

Gerd Müller

Saison 1972/73, 30.Spieltag, 05.05.1973

FC Bayern – 1.FC Kaiserslautern 4:0, 48.Minute

Endstand: 6:0

Wortakrobat # 223

Wortakrobat des Tages:

Lothar Matthäus

"Das ist das erste Interview, wo sie macht."

Lothar Matthäus über seine damalige Freundin Maren Müller-Wohlfahrt