Brummis unterwegs

Sonntag, 27. November 2005

Wie im Campingurlaub

fühlen sich wohl aktuell einige Nordrhein-Westfalen!

Kein Strom, Kochen mit Gasflasche, nur kaltes, fließendes Wasser...

Irgendwie strange, denn hier ist in Bonn, in der Kölner Bucht ist wirklich nichts davon zu sehen!

Alles schneefrei...

Aufgeregt habe ich mich dann allerdings einmal mehr, über all die lieben Mitmenschen, die auch Ende November noch mit ihren Sommerreifen vom plötzlichen Schnee überrascht wurden und jetzt all die anderen logisch denkenden Autofahrer blockieren - vielen Dank!

Aber dafür soll es ja jetzt demnächst auch Strafen geben, leider wohl nur die läpischen 10,- oder 20,- Euro!

Wieso nicht 1.000,- Euro?

Und für LKW(-Fahrer), die genau deshalb ganze Autobahnen blockieren direkt mal 10.000,- Euro Strafe und 12 Monate Fahrverbot!

Ob diese Verkehrsteilnehmer sich dann noch trauen würden ihre 10-, 20-, etc. Tonner verkehrunsicher auf die Straßen zu lassen?

Ihr haltet das für übertrieben?

Fragt mal die Autofahrer die seit ein, zwei Tagen aus diesem Grunde auf der Autobahn im Schnee feststecken!

Mittwoch, 16. Februar 2005

Und schon wieder einer weniger,

der unsere Strassen unsicher machen kann:

Nach einem Auffahrunfall mit fünf Toten, darunter drei Kindern, hat das Amtsgericht Zweibrücken am Montag (14.2.) einen 38-jährigen Lastwagenfahrer zu zweieinhalb Jahren Haftstrafe verurteilt.

Und ein quasi Berufsverbot direkt hinterher:

Außerdem erhält der Mann eine vierjährige Führerscheinsperre.

Aber warum das alles - deshalb:

Der Richter verurteilte den portugiesischen Fahrer wegen fünffacher fahrlässiger Tötung, drogenbedingter Fahruntüchtigkeit und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs. Bei seiner Vernehmung hatte der Angeklagte eingeräumt, vor dem Unfall vier Tage hintereinander Haschisch und Bier konsumiert zu haben.

Respekt, laufen konnte er zwar wahrscheinlich nicht mehr, aber in die Fahrerkabine muss er ja irgendwie doch reingekommen sein...

Am Unfalltag selbst habe er allerdings keine Drogen zu sich genommen.

Ach so, na dann...

Die Verteidigung, die eine Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert hatte, kündigte an, wahrscheinlich in Berufung zu gehen.

Zu Recht, schließlich ist das Urteil ein Skandal, man raubt dem Mann ja seine Existenz, der hat doch bestimmt (lebende) Kinder, die er versorgen muss, nein, also das geht nicht...

Mittwoch, 29. Dezember 2004

Selten einer Richterin so zugestimmt!

"Für solche Folgen gibt es keine gerechte Strafe", sagte die Richterin zum verurteilten LKW - Fahrer, hier die Details:

Wegen fahrlässiger Tötung in vier Fällen hat das Landgericht Würzburg am Donnerstag einen Tiroler Lastwagenfahrer zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Nach Auffassung des Gerichts war der Lastwagenfahrer im August auf der Autobahn A3 Nürnberg - Frankfurt bei Geiselwind wegen Übermüdung mit 80 Stundenkilometern ungebremst in ein Stauende gerast. Dabei wurde das Auto einer Familie aus Solingen regelrecht zerquetscht. Das Ehepaar und ihre fünf Jahre und fünf Monate alten Töchter starben in den Trümmern.


Neben der obigen Aussage, stellte Richterin Barbara Landgraf noch fest, dass "den Lastwagenfahrer ein massives Verschulden treffe, weil er nicht angehalten habe, als er müde geworden sei.".

Sie schloss sich aber trotzdem nicht der Forderung der Staatsanwaltschaft an, die 2 Jahre und 3 Monate ohne Bewährung gefordert hatte.

Zumindestens geht der 47-jährige gebürtige Innsbrucker nun mit gutem Beispiel voran und erklärte, dass "er nicht mehr als Lastwagenfahrer arbeiten und sich einen neuen Job suchen werde." Ein Anfang, aber leider zu spät um das zu verhindern:

Der Mann war zum Zeitpunkt des Unglücks nach 2:00 Uhr schon rund 18 Stunden ohne Schlaf auf den Beinen. Eine Autofahrerin hatte vor Gericht ausgesagt, dass der Sattelzug vor dem Unfall schon in leichten Schlangenlinien gefahren sei.

Laut einem Gutachten hatte der Lastwagenfahrer 20 Sekunden lang nicht reagiert und war erst eineinhalb Sekunden vor dem Aufprall auf die Bremse getreten. Sein Sattelzug und das am Stauende stehende Auto der Familie hatten sich verkeilt und waren eine Böschung hinabgestürzt. Die Opfer waren teilweise bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und entstellt.

Dienstag, 30. November 2004

Ein neuer Tag, ein neuer Unfall...

Lkw fährt in Kindergruppe - zwei Tote

In Bielefeld ist ein Lastwagen ungebremst in eine Gruppe Kinder gefahren, die gerade eine Kreuzung überqueren wollten. Zwei Jungen starben, ein dritter ist schwer verletzt.

Ein Polizeisprecher sagte, ein Lastwagen habe wegen eines Rückstaus an einer Ampel halten müssen. Ein Getränke-Laster sei links an dem stehenden Fahrzeug vorbeigezogen und dabei in die achtköpfige Gruppe gefahren. Am Unfallort waren keine Bremsspuren zu sehen.


Kommentieren muss man das ja nicht mehr...

Freitag, 19. November 2004

Es reicht!

Jetzt wird für die Brummis eine eigene Rubrik aufgemacht!
In der heutigen Ausgabe der NRZ wird über diesen Unfall berichtet:

Lkw rammte Schulbus

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Lastwagen und einem Schulbus mit behinderten Kindern in der Nähe von Alpen sind 17 Schüler zum Teil schwer verletzt worden. [...] Augenzeugen hatten beobachtet, dass der Lastwagenfahrer (47) ein Rotlicht auf der Bundesstraße 58 bei Alpen missachtet hatte und frontal in den Schulbus gerast war.


In Zukunft erscheinen derlei Dinge in dieser neuen Rubrik!

Mittwoch, 17. November 2004

Lange habe ich nichts mehr

über meine "Freunde" die Bummi - Fahrer geschrieben, was aber nicht heißt, dass sie nicht mehr aktiv in den Strassenverkehr eingreifen, sondern viel eher, dass ich keine Zeit habe all diese Berichte zu sortieren - heute nehme ich sie mir mal wieder und präsentiere einen volltrunkenen LKW-Fahrer

Was für ein riesiger Parkplatz, mag sich ein Lkw-Fahrer auf der A44 gefreut haben, der sich dringend nach Schlaf sehnte. Sein Sattelzug wurde immer langsamer und langsamer, bis er schließlich auf zwei Fahrstreifen anhielt und sich nicht mehr von der Stelle rührte. [...] Beim Eintreffen der Beamten lag der Fahrer im tiefen Schlaf und konnte nur mit Mühe geweckt werden - denn er hatte fast 2,3 Promille Alkohol im Blut.

und einen gemein gefährlichen mit Gedächtnislücken

Wegen Gasalarms hat die Polizei vorübergehend die vielbefahrene Autobahn 46 bei Wuppertal komplett gesperrt. [...] Ursache war den Angaben zufolge ein Leck in einer Gasleitung, die in viereinhalb Metern Höhe unter einer Straßenbrücke in Autobahnnähe verläuft. [...] Die Leitung war von einem Lastwagen beschädigt worden, auf dessen Ladefläche ein Kran montiert war. Der Polizei zufolge hatte der Lkw-Fahrer vor der Fahrt vergessen, den Kran einzufahren.

Und wer das nächste Mal diese süßen Heck - Aufkleber der Brummi - Interessengruppen sieht, sollte an derlei Berichte denken!

Montag, 30. August 2004

Man versucht ja immer wieder...

...irgendwo Verständnis für die Brummi - Fahrer aufzubringen, von wegen Stress, Druck, etc., aber im Grunde sind die doch echt das Letzte, oder?!

Wenn ich dieses "ungebremmst auf's Stauende zugefahren" schon lese...!

Manchmal kann man da auch einfach nur noch beten, wenn man diese schwankengen, tonnenschweren Fahrzeuge vor sich auf der Autobahn sieht, ganz zu schweigen, von den Zuständen der einzelnen Fahrzeuge, vorzugsweise aus Ost - Europa!

Oft lese ich auch diese "lustigen" Sprüche, wenn ich mal wieder auf der Abfahrt hinter einem LKW hänge: "Wir sehen uns nie wieder, wenn sie bereit sind auf frische Joghurt's und aktuelle Zeitungen zu verzichten..."

Wenn ich sowas lese würde ich ihn am liebsten anhalten und fragen, wo ich dafür unterschreiben muss!

Viele Transporte braucht wirklich kein Mensch, vor allem wenn sie nur aus Kostengründen gemacht werden, weil es vielleicht billiger ist, Ware, die im Norden produziert wurde, im Süden zu verpacken und sie dann wieder zurück gekarrt wird, aber das ist ein anderes Thema...