Die Bahn kommt

Mittwoch, 3. August 2005

Einen langen Atem

braucht, wer es tatsächlich darauf anlegt, mit dem Service-Riesen Bahn AG, eine echte Kommunikation zu führen.

Nico Lumma versucht dies beharrlich!

Hiermit fing alles an (Stichwort "Ich bin unbewaffnet!"), das folgte daraus und so reagierte die Bahn zum ersten Mal, was aber nicht bedeuten sollte, dass dieses Kapitel bis heute abgeschlossen sein könnte!

Das Ganze ist ziemlich nett zu lesen, vor allem wenn man nicht direkt betroffen ist, aber jahrelang ebenfalls der Arroganz des Monopolisten ausgeliefert war und kaum ein Tag ohne ein kleines Chaos endete - wir warten weiter gespannt darauf, was noch so alles passiert!

[via Lumma.de]

Freitag, 29. Juli 2005

Da habe ich mir heute

einfach mal die aktuelle Ausgabe des Manager-Magazin gegönnt, um endlich zu erfahren, "was deutsche Unternehmen so alles vom FC Bayern lernen können" und entdecke noch ganz andere tolle Sachen, wie z.b. ein paar Zitate aus der Unternehmer-Welt, die mich wirklich haben schmunzeln lassen!

Da schreibt Klaus Boldt einen Einwurf (Seite 9) über Hartmut Mehdorn und kommt auch auf dessen neuen Aufsichtsratchef Werner Müller zu sprechen und erst am Ende wird es richtig klasse:

Müller ist, was ja nur wenige wissen, eine ganz smarte Figur. Nach seiner Wahl zum Bahn-Oberaufseher hielt der Ex-Wirtschaftsminister eine dieser Müller-Reden, die auf Grund ihrer schlanken Schönheit ungekürzt veröffentlichungsfähig sind: "Ich bedanke mich für das Vertrauen. Ich will mit allen Beteiligten konstruktiv und zum Wohle der Deutschen Bahn zusammenarbeiten. Ich bin in jedem Fall der letzte Aufsichtsratvorsitzende für Sie, lieber Herr Mehdorn."

Müller, berichten Augenzeugen, hinterließ die gewünschte Wirkung und löste in Mehdorn eine vorübergehende Verständnisschwierigkeit sowie eine Schluckbeschwerde aus.


Herrlich, oder?!

Freitag, 10. Juni 2005

Lummaland ist wieder unterwegs!

Und zwar einmal mehr mit der Bahn.

Lesen!

[via Lumma.de]

Mittwoch, 25. Mai 2005

Das wäre doch tatsächlich

ein Grund für einen Machtwechsel in Berlin, oder?

Die "Financial Times Deutschland" schreibt, ein Machtwechsel in Berlin könne Mehdorn den Job kosten, obwohl sein Vertrag eigentlich bis 2008 läuft.

Ok, im Grunde ist dies z.Zt. das einzige Argument für einen Machtwechsel, aber es kommt tatsächlich noch besser:

Die FDP ruft sogar schon nach einem radikalen bahnpolitischen Kurswechsel, der mit Mehdorn wohl kaum zu machen wäre. Grundvoraussetzung für eine Privatisierbarkeit sei die Trennung von Netz und Betrieb, sagt der Verkehrspolitiker der liberalen Bundestagsfraktion, Horst Friedrich, und belebt damit eine alte Forderung neu.

Nicht zu fassen, dass ausgerechnet ein "Liberaler" einmal eine meiner wichtigsten Forderungen im Zusammenhang mit der Bahn aufnehmen würde!

Montag, 23. Mai 2005

Recht muss Recht bleiben, oder?!

Endlich mal Positives beim Thema Bahn, auch wenn das Staatsunternehmen per Gericht dazu gezwungen werden mußte:

Ein Schaffner darf Reisenden nicht grundlos das Aussteigen aus einem auf freier Strecke haltenden Zug verweigern, wenn sie nur so ein wartendes Flugzeug erreichen könnten. Verhält sich ein Schaffner entsprechend, muss die Deutsche Bahn für den entstehenden Schaden haften.

Zunächst würde man sagen: "Ja logisch", aber was ist schon mit Logik zu begründen bei diesem Unternehmen?!

In dem verhandelten Fall sollte der Abflug der Kläger in Frankfurt am Main nach Australien kurz vor Mitternacht erfolgen. Das Ehepaar brach mit der Bahn in Augsburg auf, doch schon bald musste der Zug wegen eines Selbstmords auf freier Strecke halten. Sie baten nach einiger Zeit unter Angabe des Grundes darum, aussteigen zu dürfen, um die Fahrt per Taxi fortsetzen zu können. Der Schaffner lehnte dies jedoch ab, und der Zug erreichte Frankfurt erst nach dem Abflug. Das Ehepaar übernachtete am Flughafen und erhielt für den Abflug am Folgetag nur noch teurere Tickets in der Business Class. Dafür verlangte es von der Bahn Schadenersatz.

Mit Recht, wie sich rausstellte!

Donnerstag, 19. Mai 2005

Geiz ist geil und deshalb

ist diese Meldung doch keine Überraschung, oder?!

Am Morgen ist bei Lidl der Sonderverkauf von billigen Bahn-Tickets angelaufen.

Gibt es dann demnächst in Ticket-Centern auch Milch und Aufschnitt?!

"Die Leute wollten nur die Tickets kaufen, keine Lebensmittel", berichtete eine Lidl-Kundin in Stuttgart. Mit der Öffnung des Marktes seien die Leute sofort zur Kasse gestürmt.

Na sowas...

In Berlin gab es Schlangen von rund 40 Metern vor einer Filiale in der Greifswalder Straße im Prenzlauer Berg.

Meine Oma hat da früher immer zu gesagt: "Gibt es da was umsonst?". Naja, fast...

All das erinnert mich ein bißchen an die ehemalige DDR, da stellte man sich auch einfach mal irgendwo mit an ohne zu wissen, was es eigentlich gibt, hauptsache man bekam was irgendwas...

Jürgen Büchy von der Deutschen Bahn erklärte, die Aktion diene dazu, neue Kunden zu gewinnen.

Na klar, weil die so alle so gerne Bahn fahren und danach sofort die "normalen" Preise bezahlen werden...

Die Stiftung Warentest hatte moniert, es gebe oft bessere Angebote, so lohnten sich die Tickets nur bei längeren Fahrten ab 160 Kilometern. Die Bahn mache ihren Tarifdschungel immer unübersichtlicher.

Ist doch egal, die Masse machts!

Dienstag, 17. Mai 2005

Dazu müßte es ja eine "Struktur"

im Unternehmen der Deutschen Bahn AG geben:

Ärger bei Zugfahrgästen: Schätzungsweise die Hälfte aller Platzreservierungen bleiben im Schnitt unbesetzt. Die ungenutzten Platzreservierungen sorgen regelmäßig für unnötiges Durcheinander in voll besetzten Zügen.

Aber wer erwartet besagte Struktur wirklich noch?!

Der Fahrgastverband Pro Bahn wies darauf hin, dass es vor allem zu den Hauptreisezeiten an den Wochenenden zu Chaos komme, das vielen Gästen zum Ärgernis werde.

Nicht nur das und wenn die Bahn sogar, entgegen ihrer Gewohnheiten, zugibt, dass es Probleme in diesem Bereich gibt, existiert da ja offensichtlich wirklich etwas...

Bahn-Sprecherin Claudia Wachowitz konnte auf Anfrage keine konkreten Zahlen zu den ungenutzten Platzreservierungen nennen. Es gebe hierzu keine Statistik. "Es trifft allerdings zu, dass ein bestimmter Kundenanteil sich mehrere Platzreservierungen holt, um flexibel auf andere Züge umplanen zu können".

Ach stimmt ja, zur Not beschuldigt man einfach mal wieder die Bahnkunden selbst, ist ja auch so schön einfach als Monopolist...

Montag, 9. Mai 2005

Die Bahn ist Spitze!

Die Bahn kommt, nein, sie stürmt sogar und wohin?!
Na an die Spitze (der Beschwerde-Statistik)!

Die deutsche Bahn steht an Platz eins der Beschwerdestatistik der bundesweit einzigen Schlichtungsstelle für Nahverkehr.

Für die allermeisten ÖPNV-Nutzer keine Überraschung, sondern Verpflichtung...

Insgesamt 85 Prozent aller im vorigen Jahr eingegangenen gut 2500 Kundenbeschwerden richteten sich gegen den Staatsbetrieb, berichtete die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen heute. Dabei habe die Deutsche Bahn lediglich 38,7 Prozent aller Personenkilometer in Nordrhein-Westfalen erbracht.

Respekt!

Donnerstag, 17. März 2005

Die Welle...

...wurde gestern losgetreten und man kann nicht sagen, dass sie schon wieder abflaut, wie man hier (34 Trackbacks, 37 Kommentare), hier (1/9), hier (1/2) und hier (0/3) nachlesen kann!

Klar, in so einem Fall melden sich natürlich in erster Linie Leidensgenossen zu Wort, aber ist es nicht trotzdem schön in Umgebung von Mitwissern herrlich abzulästern!?
;-)

Mittwoch, 16. März 2005

"Ich bin unbewaffnet!"

Immer wieder ein steter Quell der Freude ist a) das Lummaland und b) wenn Nico Lumma Bahn fährt...

Aber lest selber:

Stattdessen wurde auf einer Nachzahlung von 19,50 Eur bestanden. Ich habe diese Nachzahlung verweigert. Daraufhin wollte Zugchef W. Laux meine Personalien aufnehmen. Dies habe ich ihm verweigert, schliesslich hielt er zu diesem Zeitpunkt bereits meine Bahncard und mein Ticket in der Hand. Daraufhin kündigte Zugchef W. Laux an, den BGS zu informieren, der beim nächsten Haltepunkt dann meine Personalien aufnehmen würde und entschwand gen Zugtelefon.

Ich bin daraufhin hinterher gegangen und habe versucht, Herrn Laux darauf hinzuweisen, dass Kulanz durchaus bei der Bahn geübt werden könne. Er lehnte dies ab, mit dem Hinweis, dass er nicht genau überprüfen könne, dass ich wirklich im Besitz eines gültigen Tickets sei. Nach einiger Diskussion wurde der BGS informiert und per Zugdurchsage nach "einem im Zug befindlichen Polizei- oder BGS-Beamten" gefragt. Mein lautstarker Einwurf "Ich bin unbewaffnet!" wurde von Herrn W. Laux mit dem Hinweis "dies kann als Randale ausgelegt werden!" kommentiert.


Vollversion hier - herrlich!

[via Lumma.de]

Nachtrag: Eine zweite Blog-Welle (nach Jamba)?! Um 15:22 schon 25 Trackbacks.