Donnerstag, 22. März 2007

1992: Thomas Helmer wechselt zum AS St. Etienne

Aber eigentlich zum FC Bayern. Kann sich daran noch jemand erinnern? Klassisch!

Wenn die aktuellen Strömungen Realität werden, könnte derlei Vorgehen aber zum Standard werden.

Ein gewisser Andy Webster hat einen Stein ins Rollen gebracht, der noch größere Lawinen erzeugen könnte als seinerzeit Herr Bosman.

Worum geht es?

Nun, es geht um Artikel 17 des Fifa-Statuts, "wonach ein Spieler nach drei Jahren Vertragslaufzeit gehen kann, egal wie lange sein Vertrag noch gültig ist - allerdings nur ins Ausland."

Und weiter:

"Nach den Fifa-Bestimmungen unterliegt ein Spieler, der bei Abschluss eines Vertrages über vier oder fünf Jahre jünger als 28 Jahre alt war, einer Schutzzeit von drei Jahren - Spieler über 28 einer Schutzzeit von zwei Jahren."

Ok. Das ist alles höchst spekulativ. Aber was könnte das bedeuten? Spocht-B**D rechnet es vor:

"Treffen könnte es jeden Verein der Liga. Bayern-Stars wie Lukas Podolski wären für nur 3,5 Millionen Euro zu haben, Mark van Bommel dürfte für vier Millionen wechseln. Auch Werders Mittelfeld-Star Diego könnte 2009 für nur drei Millionen Euro gehen. Bitter für Werder: Diegos aktueller Marktwert beläuft sich auf 18 Millionen Euro - für die Bremer wäre so ein Transfer also ein Riesenverlust."

Bleibt nur die Frage, welche Vereine das eher an den Rand des Ruins bringen würde...

Luftschlösser! Bislang.

Überreizt!

Das hatte sich die UEFA wohl anders vorgestellt als sie die TV-Rechte zum ersten Mal nicht über die Ebu sondern über Sportfive vermarkten lassen wollte.

Der Bogen scheint überspannt, verlangt man (Sportfive) doch allen Ernstes für ein EM 2008-Spiel 1 Mio. Euro mehr als für ein WM 2006-Spiel!

ARD und ZDF drohen (zu Recht, ist ja auch mein GEZ-Geld!) mit Ausstieg, Premiere, die ansonsten immer zuschlagen, haben ebenfalls schon abgewunken. Arena wäre interessiert, wenn man "möglichst viele Spiele exklusiv zeigen könnte" - dumm nur, dass die UEFA vorgeschrieben hat "dass das Eröffnungsspiel, die Gruppenspiele einer betroffenen Nationalmannschaft, die vier Viertelfinal-Spiele, die beiden Halbfinals und das Endspiel in einem Free-TV-Sender übertragen werden müssen" - da beißt sich die Kapitalismus-Katze in den Schwanz.

Selbst die Privaten sind skeptisch:

Die Kosten seien für einzelne werbefinanzierte Sender "bei weitem nicht zu bezahlen", so ein Rechte-Manager.

Was bleibt?

Ein schwarzer Bildschirm?

Fänd' ich mal richtig gut. Würde mich für die UEFA freuen. Man kann sich wohl denken woher die aktuelle Stimmung kommt...
;-)

P.S. Selbst das ORF winkt ab. Na dann.

Ja. Nein. Weiß nicht.

Der Torsten, unser aller Liebling, will ins Ausland wechseln. Weg vom heimischen Herd.

Oder doch nicht? Vor ein paar Tagen war es "noch ein Witz", heute kann er "es sich prima vorstellen ins Ausland zu wechseln".

Ach ja, der Torsten.

Werder-Allofs bleibt übrigens ganz gelassen. Was soll er auch anderes machen. Er kennt ja Frings Vita...

Qype-Müdigkeit!

Qype ist super.

Mir gefällt der Grundgedanke richtig gut. Verbraucher bewerten mit ihren eigenen Erfahrungen alles mögliche und somit bekommt man irgendwann einen richtig guten und breiten Überblick über die Locations der eigenen Stadt.

So ging ich auch an das Portal ran, als ich mich im letzten Jahr der Qype-Community angeschlossen habe.

Wie so oft bei neuen Dinge, war ich schnell begeistert und infiziert. Mein Ehrgeiz war geweckt und ich schrieb und schrieb.

Zwischen dem 10.12.06 und 15.02.07 177 Beiträge (107 erste Beiträge) mit über 300 Feedback-Punkten. Das brachte mich zwischendurch bis auf Platz 11.

Ich will nicht abstreiten, dass natürlich auch die Rangliste ein kleiner Ansporn war, schließlich sieht man sich am Anfang relativ gut beim Aufsteigen zu. Aber im Grunde war es immer mein Anspruch gute Berichte zu schreiben. Inhaltlich wie thematisch. Und damit sind wir schon bei meinen Problemen mit Qype:

Klar. Wir reden wir hier von Web 2.0. Der Community-Gedanke. Alles super. Volle Zustimmung.

Wenn ich aber sehe (und ich werde jetzt keine Namen nennen), dass es TOP-20-Qyper gibt, deren erste 20 Berichte komplett ohne Text auskommen, dann frage ich mich, was das soll und wo da der Community-2.0- und überhaupt Qype-Gedanke ist?

Ein anderes Problem bei größer werdenden Portalen dieser Art sind aber auch User, die Beiträge posten, die nur aus ein, maximal zwei Sätzen bestehen und Worte wie "voll krasse Location", oder "geilstes Mac'es der Stadt" enthalten.

Wer bin ich, dass ich mir über Qyper mit derlei Wortwahl ein Urteil erlaube, das steht mir ja gar nichtzu, aber ich frage mich dann eben:

Wieso soll ich weiterhin geschliffene Beiträge ausformulieren, mir richtig Mühe geben, um auch anderen Qypern mit meinen Worten, meinen Beschreibungen einen Gefallen zu tun? Ganz objektiv betrachtet gibt es da dann doch wohl einen gewissen Unterschied im Informationsgehalt, oder?

Weiter fiel es mir u.a. unangenehm auf, wie die Diskussion um mögliche Markierungen von Locations in "Raucher- oder Nichtraucherfreundlich" auf's heftigste diskutiert wurde und mächtig ausuferte.

Sind das die toleranten 2.0-Community-Qyper?

Naja. Wieso sollte nicht auch bei Qype - wie in der Gesellschaft ganz allgemein - der Riss durch die Meinungen gehen...

Es ist auch nicht so, dass ich nichts mehr zu schreiben habe, auf meiner "Halde" liegen noch 164 ungeschriebene Beiträge und jede Menge mit Sicherheit als Erst-Berichte, aber mir fehlt einfach zunehmend die Lust (und auch Zeit).

Deshalb habe ich im März bisher eben kaum was geschrieben und werde so halt nach und nach in der TOP-20 nach hinten durchgereicht.

Na und? Stört es mich? Nein.

Ich bin leider nicht in der Lage in kürzester Zeit Hunderte Fotos ins System zu posten - dann wäre ich wohl in der TOP-10 Stammgast...

Wie auch immer. Das soll hier nun wirklich nicht bitter rüberkommen. Ich werde selbstverständlich weiter qypen. Aber nur noch für mich und die, die meine Beiträge wahrnehmen und nutzen wollen. Ganz im 2.0-Sinne.

Pinkel-Pause!

Nicht zu fassen: Die UEFA hat Kahn tatsächlich wegen ein bißchen Pipi-Kram gesperrt.

Davon war ja fast auszugehen, wenn man zuvor den Worten des UEFA-Anklägers Gerhard Kappl lauschen durfte.

Soviel zum Thema "Bayern-Dusel".

Irgendwas läuft aktuell übrigens mächtig schief im Fußball. Wenn ich mir die Anklagen gegen Bayern-Spieler in letzter Zeit oder auch das aktuelle Verfahren gegen Jürgen Klopp anschaue, werde ich den Eindruck nicht los, dass es Kräfte im Hintergrund gibt, die den Fußball offenbar sterilisieren, familien-, und verbraucherfreundlicher machen wollen...

Ob mir das gefällt?

Kann ich nicht behaupten!

Fußball ist einfach ab und zu nicht jugendfrei. Wer schon mal Sonntags morgens bei einem Amateur-, oder B-Jugendspiel dabei war, weiß wovon ich rede.

Das gehört aber einfach nun einmal dazu!

Wer das nicht einsehen will, der will einen anderen Fußball. Fußball ohne Emotionen ist für mich aber ein toter Fußball und wenn es soweit kommen sollte, will ich gerne den Konsumenten das Feld überlassen.

Dumm nur für die Kräfte des Bösen, die offensichtlich genau dort hin wolllen, dass Konsumenten niemals auf Dauer und niemals vom ganzen Herzen und voller Schmerzen bei "ihrem" Verein bleiben werden.

Nicht alles was aus Amerika kommt ist gut.