Mittwoch, 3. August 2005

Wie auswendig gelernt

kommt die Lincoln'sche Entschuldigungs-Orgie beim geneigten Zuhörer an:

"Es ist mir peinlich und ich schäme mich auch für den Vorfall. Mir ist eine Sicherung durchgebrannt. Ich entschuldige mich bei Thomas Hitzlsperger, meiner Mannschaft, dem Verein und den Fans", sagte der Brasilianer.

Und weiter: "Natürlich würde ich diesen Moment am liebsten ungeschehen machen, das geht aber natürlich nicht. Jetzt werde ich meine gerechte Strafe zum Nachdenken nutzen. So etwas wird man nie wieder von mir sehen."


Mag glauben wer will, dass dies ernst gemeint ist und nicht nur zur Reduzierung einer saftigen Strafe dienen sollte!

Funktioniert hat dies auf jeden Fall nicht:

Der Brasilianer Lincoln muss nach seiner "Spuck-Attacke" gegen Stuttgarts Thomas Hitzelsperger vier Wochen zuschauen. Das entschied das DFB-Sportgericht am Mittwoch.

Diese Sperre gilt für "jeglichen Spielverkehr", hieß es in einer Mitteilung durch das Sportgericht.


Stark voranschreitenden Realitätsverlust zeigte zuvor unser NationalKevin:

Kuranyi [...] spielte die turbulente Szene in der 67. Minute vor seinem Platzverweis herunter - obwohl ein Nachtreten gegen seinen Ex-Klubkollegen Silvio Meißner erkennbar war.

"Ich habe ihn nur weggeschoben", meinte der Nationalstürmer.


Ohne Worte

Mal am Rande bemerkt:

Ok, der FC Assauer hat den Ligapokal gewonnen - geschenkt!

Der Sieg war wahrscheinlich sogar verdient, weil Stuttgart im Vergleich zum Sieg gegen uns eine unterirdische Leistung geboten hat, aber was nach dem Spiel hängenbleiben wird, sind die Karate- und Spuck-Attacken zweier Hauptakteure:

Doch nach 66 Minuten war das zweite Pflichtspiel für Kuranyi im Dress der Schalker beendet. Nach einem Tritt gegen Silvio Meißner zeigte Schiedsrichter Lutz Wagner dem Stürmer die Rote Karte.

Damit nicht genug:

Auch Torvorbereiter Lincoln wurde des Feldes verwiesen, nachdem er in der Nachspielzeit seinen Gegenspieler Thomas Hitzlsperger aus kürzester Distanz in den Mund gespuckt hatte.

Seinen Gegner anzuspucken ist wirklich das asozialste was man als Mensch machen kann, Hitzlsperger, eher ein ruhiger Geselle hat nach dem Spiel treffend formuliert:

"Ich respektiere Lincoln als überragenden Fußballspieler, doch als Mensch habe ich nach so einer Aktion jeglichen Respekt vor ihm verloren"

Zu Recht, würde ich sagen, Schalkes Professor sah das allerdings etwas anders:

"Durch die vielen Fouls gegen Kevin und Lincoln war viel Gift ins Spiel gekommen. Aber natürlich dürfen beide so etwas nicht machen oder sich dazu hinreißen lassen. Sie hätten die Fouls besser über sich ergehen lassen sollen."

Achso, also waren die Gegner im Grunde selber schuld, ja?!

Wollen wir einmal für RR hoffen, dass er dies nur im Eifer des Gefechtes gesagt hat, um seine Spieler nicht in der Öffentlichkeit bloß zu stellen und es wenigstens hinter den Kulissen rappelt - StumpenRudi hatte, so zeigten es die Fernsehbilder zumindestens, nach dem Spiel wohl große Lust dazu!

Was bleibt nun übrig?

Schalke hat mal wieder einen Titel gewonnen, aber seine Ausgangslage zum Start in die Bundesliga spürbar verschlechtert, so kann es doch weitergehen, oder?!

Gerd Müller # 214

Gerd Müller Tor des Tages:

Gerd Müller

Saison 1972/73, 20.Spieltag, 03.02.1973

FC Bayern – Eintracht Braunschweig 3:0, 76.Minute

Endstand: 3:0

Wortakrobat # 218

Wortakrobat des Tages:

Frank Pagelsdorf

"Es hat sich gezeigt, dass Haching gerade zuhause so heimstark ist."

Frank Pagelsdorf