Ballaballa

Dienstag, 17. Mai 2005

Na super!

Noch kein Spiel für uns gemacht und schon verletzt!Philipp Lahm hat im Training einen Kreuzbandriss erlitten. Weil der 21-Jährige mit einer langen Auszeit rechnen muss, reagierte sein zukünftiger Arbeitgeber, der FC Bayern München, umgehend und verabredete mit einem anderen Linksverteidiger einen neuen Vertrag für die kommende Saison.Ach?! Prima, der nächste Neuzugang?!Sie verlängerten den Vertrag mit dem französischen Linksverteidiger Bixente Lizarazu um ein weiteres Jahr.Im Ernst?! Dann macht Lizarazu in der Sommerpause aber nur Sprintraining, ja?!

Ausleihobjekt!

Die Faz hat in ihrer heutigen Print-Ausgabe die Beziehung von uns Bayern zur Meisterschale ziemlich treffend beschrieben:"Für den FC Bayern ist die Meisterschale wie eine Geliebte, die sich zwar manchmal die Freiheit einer kleinen Affäre gönnt, aber meist ganz schnell wieder zurückkehrt nach Hause, in den Vitrinenschrank an der Säbener Straße.";-)

Was soll das?!

Wieso suchen wir teure Defensivkräfte und lassen die "Eigengewächse" ziehen?!Der oberösterreichische Bundesligist FC Superfund Pasching hat den ersten Neuzugang für die Saison 2005/06 bekannt gegeben.

Mit dem Kameruner Patrice M'bock von den Amateuren des FC Bayern München wurde ein Defensiv-Allrounder unter Vertrag genommen.
Oder reicht es nur für den Ösi-Fußball?! Bleibt nur die Frage wieso, wenn er doch derlei perfekte Vorraussetzungen für unser Profi-Team mitgebracht hat:M'bock kam 2001 von Auxerre zu den Bayern Amateuren und feierte dort mit dem U19-Team die deutsche Meisterschaft und mit den Amateuren den Meistertitel in der Regionalliga Süd.

Freitag, 13. Mai 2005

Das ist der Nachteil, wenn man

Aktien des eigenen Vereins in freien Umlauf bringt:Lange hatten sich der Vorstand und die Fans gewehrt, jetzt mussten sie klein beigeben. Der US-Milliardär Malcolm Glazer ist seit heute Mehrheitseigner beim englischen Fußball-Traditionsclub Manchester United.Viel Spaß! ;-)Glazer ist bereits Besitzer des amerikanischen Football-Teams Tampa Bay Buccaneers.Klasse, vielleicht machen die ja mal ein Freundschaftsspiel gegeneinander, dann hätte Roy Keane endlich ebenbürtige Gegenspieler...

Nix Neues vom Borsigplatz,

aber melden muss man es trotzdem, also bitte:Der finanziell angeschlagene Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund braucht dringend Geld. Falls sich ein Sponsor findet, wird der BVB die Bezeichnung Westfalenstadion durch einen Unternehmens- oder Markennamen ersetzen.Also bitte, aber nicht drängeln, alle schon in einer Reihe aufstellen und dann die Gebote abgeben, liebe Wirtschaft...

Ein "Traum" wird wahr!

Dabei sah Michael Henke zuletzt doch gar nicht so verzweifelt aus!

Führungswechsel beim 1. FC Kaiserslautern: Michael Henke wird in der neuen Saison Trainer des Fußball-Bundesligisten. Der langjährige Assistent von Ottmar Hitzfeld bei Borussia Dortmund und Bayern München erhält einen Einjahresvertrag mit leistungsbezogener Option für eine weitere Spielzeit.

Naja, so ein Jahr bezahlter Urlaub kann schon mal durchaus die Sinne vernebeln, oder?!

"Michael Henke besitzt genau das vorgestellte Profil als unverbrauchter Fußball-Lehrer und Fußball-Pädagoge", sagte der FCK-Vorstandsvorsitzende René C. Jäggi.

"Unverbraucht", klasse, so kann man das natürlich auch sehen...

"Mit seiner großen Erfahrung und als erfolgreichster Assistenz-Trainer der Bundesliga hat er auch das Potenzial zur unumstrittenen Nummer eins."

Hilfe, das wird ja immer besser, aber die Krönung ist das, was er selbst dazu gesagt hat:

"Ich freue mich auf meine neue Aufgabe, gerade bei einem solchen Traditions-Verein wie dem 1. FCK als Chef-Trainer arbeiten und am Mythos Betzenberg mitwirken zu können", sagte Michael Henke.

Reicht mir mal schnell ein neues Phrasenschwein rüber, meins ist voll...
;-)

Donnerstag, 12. Mai 2005

Eine Ära geht zu Ende!

Man kann schließlich sagen was man will, aber das Olympiastadion München ist zwar vielleicht nicht mehr das schönste, aktuellste Stadion der Welt, aber wenn es z.B. einen Verein wie den FC Bayern über 33 Jahre begleitet, dann kann man diese Zeit schon als Ära bezeichnen!

Passend auch, dass das erste Spiel eine Meisterfeier zur Folge hatte und das letzte ebenfalls!

Wer erinnert sich nicht noch an den 28. Juni 1972, als der FC Bayern in einem "Endspiel" um die deutsche Meisterschaft Schalke 04 mit 5:1 aus dem Stadion fegte?!

Und all die anderen Schlachten, die wir dort geschlagen haben national wie international...

Aber Wehmut in allen Ehren, das (Fußball-)Leben geht weiter und so ist das Neue auch ein Aufbruch, zwar noch ohne die Erinnerungen und die Erfolge, aber wer konnte dies denn schon vor dem Umzug ins Olympiastadion wissen, im "Grünwalder" sind wir schließlich zuvor auch schon Deutscher Meister, Pokalsieger und Europapokalsieger geworden!

Zum Abschied gibt es also auch diesmal die Meisterschale zu sehen, aber auch noch viel mehr:

Rekordmeister Bayern München wird den kommenden Samstag in einen großen Feier-Tag umgestalten. Bereits ab 11 Uhr laden der Klub und seine Sponsoren zu einer großen Party in den Olympiapark ein.

Torwand-Schießen vom Weißbierglas?! Wett-Sms'en mit T-Mobile-Handys?! "TT"-Rennen durch den Olympiapark?! Naja, es hat sich halt doch einiges geändert in den letzten 33 Jahren...

Ebenfalls hin und hergerissen schreibt die FR über das Stadion und das Drum und das Herum:

Wenn am Samstag der neue deutsche Fußball-Meister den 1. FC Nürnberg empfängt, endet nach 33 Jahren und 1161 Spielen die Geschichte des Olympiastadions als Bundesliga-Spielort. Viele Sportjournalisten verbinden mit dem imposanten Behnisch-Zeltbau Erinnerungen und Anekdoten.

Unbestritten, aber auch...

Je häufiger man aber im Münchner Olympiastadion saß, je besser die Konkurrenz wurde, in Dortmund, in Stuttgart, in Hamburg, auf Schalke, desto weniger war man bereit, darüber hinwegzusehen, dass es in dieser Schüssel zieht wie Hechtsuppe, dass die Entfernung zum Ball viel zu groß ist, dass die Stimmung sich zu wenig verdichtet, dass eben das Luftige auch das Flüchtige ist.

Was alle die wissen, die dort an einem kalten, nassen Herbst- oder gar Wintertag schon einmal gestanden, oder gesessen haben!

Etwas anders sah und sieht dies traditionell natürlich die Olympiapark-GmbH, die auch jetzt noch in ihrem unerschütterlichen Optimismus die Vorzüge und Qualitäten der Schüssel betont:

"Eine wichtige Ära geht zu Ende, aber deshalb werden hier nicht die Rollläden runtergehen", sagt Wilfrid Spronk, Geschäftsführer der Olympiapark-GmbH

Na klar...

"Der Münchner Park lebt, und er wird auch weiter leben."

Als Freizeitpark mit Sicherheit, aber als Großveranstaltungsort?!

"Die Herausforderung ist womöglich noch größer als nach Olympia 1972", meint Spronk, "denn der Fußball ist nicht ersetzbar." An Einnahmen aus dem Fußball fehlen erst einmal 1,7 Millionen Euro, aber Spronk geht bei rund 300 Veranstaltungen pro Jahr davon aus, dass innerhalb von 3 Jahren "gut 50 Prozent von dem eingespielt wird, was durch den Fußball verloren geht".

Das hat ja fast Assauer'sche Züge...

Superlative sollen die Zuschauern weiter in Scharen in den Olympiapark locken.

Interessant, was denn?

Bereits vier Tage nach dem Fußball-Finale sind im Stadion auf der größten mobilen Leinwand der Welt Kino-Hits zu sehen, mit der größten Weinprobe der Welt folgt eine Weltpremiere, und im Juni kommt mit "Turandot" die bisher größte Operninszenierung. Für September ist das große chinesische Mondfest geplant, im kommenden Jahr öffnet das Meerwasser-Aquarium "Sealife" seine Pforten, im Frühjahr 2006 soll in der Stadion-Nordkurve unterm Zeltdach eine Kletter-Erlebniswelt installiert werden, und womöglich wird sich in der Zeltstadt demnächst ein Musical-Theater einrichten.

WAHNSINN!

Aber was passiert an den vielen, vielen tristen Tagen zwischen all diesen Mega-Events?!

Das Schlußwort hat da doch eher einer, der viel mit diesem Stadion erlebt und dort die größten Erfolge gefeiert hat: Sepp Maier:

Doch Maier weint dem "alten Kasten" keine Träne nach: "Es ist halt ein reines Leichtathletikstadion. Wenn Du oben etwas sehen möchtest, brauchst Du ein Fernglas."

Cut!

Wollen wir mal nicht hoffen, dass

das noch schief geht und unser Däumling doch noch auf dumme Gedanken kommt!

Zum einen fordern die unverbesserlichen Träumer Daum zurück...Die Fans des Zweitligisten 1. FC Köln lassen offenbar nichts unversucht, um Christoph Daum zurück zu den "Geißböcken" zu locken. Über 7500 FC-Anhänger haben sich bereits mit einem persönlichen Eintrag auf der eigens dafür errichteten Internetseite für ihren Wunschkandidaten ausgesprochen.

"Erzwingt den rotweißen Rauch aus den Schornsteinen des Geißbockheims. Beweist unserem Messias, dass unsere große und großartige Gemeinde noch immer vollends hinter ihm steht".
...und auf der anderen Seite, bekommt die türkische Erfolgskurve kurz vor Schluß noch einen Knick!Ein überraschendes Ergebnis hatte das Pokalfinale in der Türkei zu bieten. Im Istanbuler Stadtduell setzte sich der ehemalige UEFA-Cup-Sieger Galatasaray glatt mit 5:1 gegen Fenerbahce durch. Das Team von Christoph Daum enttäuschte dabei auf der ganzen Linie. [...] Christoph Daum hatte seinerseits vor Kurzem verkündet, dass eine Vertragsverlängerung bei Fenerbahce nur noch Formsache sei.Na dann unterschreib mal schnell, sonst setzen Dich diese nervösen Istanbul-Bosse vor die Tür und Du bist plötzlich auf dem Markt!

Obwohl es natürlich schon einen gewissen Charme hätte, CD gerade da zu entzaubern, wo er jetzt schon wieder wider besseren Wissens glorifiziert wird!

Warten wir einfach mal ab, denn vielmehr Sorgen macht uns ohnehin Kölns neuer Präsident, wenn er sowas sagt:Und dann muss einfach der FC Bayern für uns das Vorbild sein.Kehrt am Ende noch Geduld und Seriösität ins Geißbockheim zurück?!
Nicht auszudenken, wenn die Domstädter tatsächlich den Weg aus dem Fahrstuhl finden...

Mittwoch, 11. Mai 2005

Aufräumungsarbeiten im Kader!

Tja, wer hätte das gedacht, zunächst lange diskutiert und jetzt vollzogen: der Kader des FC Bayern wird um einige Bankdrücker erleichtert:

Neben Robert Kovac

Ok, das tut weh, aber Konsequenz fühlt sich nun einmal so an!

wird auch Abwehrspieler Sammy Kuffour

Und womit?! Mit Recht! Puh, das hat ja wirklich lange gedauert, bis ich das mal endlich lesen durfte...

den FC Bayern München zum Saisonende verlassen. Außer den Abwehrspielern kehren auch Verteidiger Thomas Linke

Verdienter Spieler, wesentlich weniger Schockmomente als mit Kuffour erlebt, Danke für alles, Thomas und jetzt viel Spaß beim Ausklingen-Lassen Deiner Karriere...

und die Stürmer Vahid Hashemian

Klares Missverständnis, oder?!

und Alexander Zickler

Einer der besten Joker in der Bundesliga-Geschichte, nicht mehr und auch nicht weniger. Wenn ich an all die vergebenen Chancen denke wird mir schlecht, also schnell zum Ende kommen, bitte!

dem deutschen Rekordmeister den Rücken.

Jetzt noch 1, 2 neue Abwehrspieler, nach Möglichkeit davon ein deutscher Spieler, dann kann ich endlich wieder komplett ruhig schlafen...!

Ist der Fußball ein Spiegelbild

der Gesellschaft?!
Na dann können wir ja auch gleich die Subventionen für unsere ostdeutschen Brüder und Schwestern auf den Fußball übertragen, oder?!

Mit Hansa Rostock steigt die einzige Ost-Mannschaft in der höchsten deutschen Liga höchstwahrscheinlich in die Zweitklassigkeit ab - ok, soviel zum Prinzip der Leistungsgesellschaft!

Steigen die Rostocker ab, weil sie ein ostdeutsches Team sind, oder weil einfach nur 15 Mannschaften besser waren als sie und mehr Punkte gesammelt haben?!

Der Ost-Seele mag es ja entsprechen, dass man sich immer benachteiligt fühlt und glaubt zu kurz gekommen zu sein, aber war es nicht der Fußball, der 1991 als eine der ersten gesellschaftlichen Einrichtungen die Vereinigung vollzog (über die Form und die Ausgewogenheit kann man immer streiten, aber irgendwie mußte es ja entschieden werden!) und somit hier zu einer gewissen Normalisierung beitrug, weil Ost-Vereine ab diesem Zeitpunkt völlig gleichbehandelt wurden wie West-Vereine?!

Schon damals flossen auch vom Verband Leistungen in den Osten, aber ähnlich wie bei den Einnahmen der Liga wurde hier nach Bedürftigkeit entschieden und die war auch damals schon nicht nur nach Ost und West zu unterscheiden, sondern in alle Himmelsrichtungen!

Jetzt nun, da der "letzte" Ost-Verein aus der 1.Bundesliga absteigt, melden sich wieder alle Berufsbetroffenen zu Wort, die "den Osten nicht sterben lassen wollen" und was weiß ich nicht alles...

Da ist die Rede von Aufstockung der Liga, ein "Ost"-Gipfel wird geplant und andere sehen gar die Pyramide des Ostfußballs "bedrohlich schwanken"!

Alles schön und gut, aber was soll die Konsequenz aus all diesen Punkten sein?!

1-3 feste Startplätze für Ost-Vereine in der Liga?!DFB-Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer wünscht sich für die Zukunft drei Ostklubs in der Bundesliga.Sind wir schon soweit?!

Bei all den Schwierigkeiten, die der Osten auch strukturell noch einige Zeit haben wird, darf man neben der Tatsache, dass, in den Wirren der Wendezeit, viele windige West-Funktionäre manchen Ost-Verein vor die Wand gefahren haben, nicht vergessen, dass auch viele Fehler von Ost-Funktionären selber gemacht wurden, man es nämlich a) zugelassen hat, den Verein nicht eigenhändig in die gesamtdeutsche Zukunft zu führen und b) diverse Beispiele belegen, dass gerade Ostler selber grundlegende Fehler in der Vereinsführung machten und so den Verein in den Abgrund führten!

"Die Klubs, die kaputtgegangen sind, hatten alle eine professionelle Westführung", sagt Moldenhauer, dessen Einwand wie eine Rechtfertigung klingt, dass es ja nicht die Einheimischen gewesen sind, die die Verantwortung für die Misere tragen. Zwischen Dresden und Leipzig redet man sich ganz gern ein, die Abzocker seien wie eine Heimsuchung über den Ostfußball gekommen. Dabei tragen die Alteingesessenen eine Mitschuld. Sie haben die Klubs oft leichtfertig aus der Hand gegeben, weil sie glaubten, die neuen Vereinslenker hätten das Wohl des Klubs im Auge, weil sie sich ein eigenes Engagement nicht zutrauten oder durch Parteinähe diskreditiert waren.

Als mahnendes Beispiel sei hier nur einmal Dynamo Dresden erwähnt, wo ein Rolf-Jürgen Otto, einem ehemaligen Schalker-Sonnenkönig gleich, viele haarsträubende Fehler machte...

Genau dies ist dann aber ja auch eine Art Vereinigung von Ost und West gewesen, wenn auch im negativen Sinne des Wortes...

Was sollen sonst all die West-Vereine sagen, die auch, aufgrund ähnlicher Fehler, von der Bildfläche verschwunden sind, oder wäre jemand in der alten BRD auf die Idee gekommen, einen "runden Tisch" einzuberufen, weil Vereine wie Kickers Offenbach, Hessen Kassel, Waldhof Mannheim, Blau-Weiß Berlin, SpVgg Fürth, etc. verschwunden sind?!

Nein, es kann nur die Lösung geben, dass sich solides Wirtschaften und Leistungsbereitschaft auszahlen, Alternativen gibt es dazu nicht, weder für Ost- noch für West-Vereine!

Die Durststrecke, die wir alle noch einige Zeit durchmachen müssen, ist keine reine Angelegenheit des Fußballs, aber die in den letzten Jahren bei uns Deutschen in Mode gekommene Angewohnheit des Jammerns spielt auch hier eine Rolle, bringt uns aber nicht weiter und so muss man einfach auf die Zeit vertrauen, denn der Irrglaube, dass alles aus der "Portokasse" bezahlbar ist und die "blühenden Landschaften" kurz bevorstehen, sollte inzwischen doch wohl jedem klar geworden sein, oder?!