Freitag, 8. Oktober 2004

Sitzen iss für'n A****

aber wenn, dann schon schön!



Vor allem im Vergleich zu mancher Billig - Version, die man jetzt bei den allwöchentlichen Stadion - Eröffnungsfeiern sieht, darauf will ich teilweise keine 90 Minuten sitzen müssen...

Na dann sind die Horrorzahlen des BVB

ja jetzt endlich auch offiziell bestätigt!

Interessant und spannend wird es jetzt erst wieder beim Lizensierungsverfahren...
;-)

Anstatt endlich zur Tagesordnung

überzugehen wird bei Werder Bremen immer noch wild um sich geschlagen und gibt man merkwürdige Interviews, die doch nicht mehr belegen, als ohnehin schon vorher klar war:kicker: Herr Klose, sind Sie froh, dass Kahn in Teheran fehlt?

Miroslav Klose: Ich finde es schade. Da hätten wir ein bisschen diskutieren können über seine Aktion vom Samstag. Ich weiß gar nicht, warum er sich so aufgeregt hat. ... Und dann spricht er von höheren Mächten. Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat.

kicker: Hat Sie also vor allem seine Aussage nach dem Spiel geärgert?

Klose: Sicher. Er hätte sagen können: Wenn Miro mir erklärt, er hat mich nicht berührt, ist das so. Aber er spricht von höheren Mächten. Damit macht er mich lächerlich, das finde ich nicht in Ordnung.

kicker: Warum haben Sie sich nicht gewehrt? ...

Klose: ... Wer in solch einer Situation reagiert, wird bestraft und ist der Dumme. Ich hätte ihm die Mütze ins Gesicht ziehen, in den Finger beißen oder tausend andere Sachen machen können. Jetzt lese ich, dass ich der Vollidiot bin, das Weichei. Aber ich sehe es als große Stärke, ruhig geblieben zu sein.
Klar kann man Phlegmatismus auch als Stärke sehen - aber auf dem Fußballplatz?!

Wie gesagt, der sog. deutsche Meister beschäftigt sich weiterhin mit den höheren Mächten Anderer anstatt die eigenen Probleme zu lösen, die vielleicht in viel größerem Umfang einer erfolgreicheren Zukunft im Wege stehen, wie z.b. das Micoud-Problem (was die ARD übrigens schon vor dem Spiel wußte), oder das des Werder-Boss Fischer...

Wo liegen die Gründe dafür?!

Vielleicht darin, dass man durch ein derart lautes Verhalten von den nicht ins "Bild der großen Familie" passenden Problemen ablenken will, oder weil Teile des Vereins nach dem Titel schon selbstzufrieden aufgegeben haben?!

Wer weiß das schon, wichtig ist erstmal nur vor ihnen zu stehen - und das ist gut so!

Schwarz-Gelbe Einsamkeit

empfinden die Herren Niebaum und Meier wohl dieser Tage...

Die Bilanzpressekonferenz steht an und mit ihr das Verkünden unangenehmer Wahrheiten und Zahlen!

Neben dem Vertrauensverlust im eigenen Verein und seinen Anhängern

Laut einer von den "Ruhr Nachrichten" in Auftrag gegebenen Repräsentativ-Umfrage trauen nur 31,5 Prozent der vom Forschungsinstitut "Start" 998 befragten Fans der BVB-Führung zu, die wirtschaftliche Wende herbei zu führen. 49,9 Prozent haben den Glauben an Präsident Niebaum und Manager Meier verloren. 19,1 Prozent gaben kein klares Urteil ab.

denken auch die Finanzexperten immer öfter und immer lauter über die Gebahren der beiden Finanzkünstler nach:

Peter-Thilo Hasler, Analyst der Münchner HypoVereinsbank, verfolgt das Finanzgebaren schon lange kritisch. Er prangert an, die Bilanzen seien schon in den Vorjahren durch "Sondereffekte" und kosmetische Korrekturen geschönt worden. Auch bei der Vorstellung der neuen Bilanz werde ein Griff in die "Schminkschatulle" erwartet, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

Statt einen konsequenten Sanierungskurs zu fahren, werde die Öffentlichkeit irre geführt und beschwichtigt. "Ein vernünftiges Management würde alle Kräfte in die Lösung der wahren Probleme stecken", sagte Hasler. Die Dortmunder würden immer nur das zugeben, was man ohnehin schon wüsste. Auch der Landesgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Thomas Hechtfischer, hält die Informationspolitik für fragwürdig: "Es fehlt beim BVB einfach die Transparenz." Verbraucherschützer erwägen wegen gravierender Managementfehler gar juristische Schritte. "Seit fast einem Jahr operieren Niebaum und Meier am offenen Herzen, und jetzt stellen sie fest, dass es nicht das Herz, sondern der Blinddarm ist", beklagte Stefan ten Doornkaat von der Schutzgemeinschaft der Kapital-Anleger im "Kicker".


Bleibt für die Freunde des BVB nur zu hoffen, dass wenigstens diese Aussage irgendwann zutrifft:

"Wenn die Sanierung des Clubs sich nicht schon in den nächsten Halbjahres-Bilanzen niederschlägt, können wir sehr unbequem werden", sagt Florian Homm, der kürzlich 11,22 Prozent der BVB-Aktien erwarb.

Wortakrobat # 40

Wortakrobat des Tages:

Eduard Geyer

"Manche von den Jungs haben eine Berufsauffassung wie die Nutten von St. Pauli. Die rauchen, saufen und huren rum, gehen morgens um 6 Uhr ins Bett und haben am nächsten Tag ein Spiel."

Eduard Geyer über den deutschen Fußballnachwuchs